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  • 05 Aug 2020
    Alternative Bauformen: Leben in einem Holzhaus:
    Alternative Bauformen: Leben in einem Holzhaus:

    Ein Holzhaus bietet eine gute Alternative zu einem aus Beton gefertigten Haus und bringt zudem weitere Vorteile. Vor allem Häuser aus Massivholz wirken edel und überzeugen durch ihre Robustheit und Beständigkeit. Als Bauelement weist Massivholz eine hohe statische Belastbarkeit auf und trägt durch seine CO2-reduzierende Beschaffenheit zum Umweltschutz bei. Massivholz reguliert zudem eigenständig die Luftfeuchtigkeit, was zu einem gesunden Raumklima und zu einer hohen Wohnqualität beiträgt.

     

    Ganz gleich, ob die Wände eines Holzhauses einschalig oder mehrschalig beschaffen sind, Massivholz verfügt über hervorragende natürliche Dämmeigenschaften. So fühlen sich die Bewohner dank einer hohen Oberflächentemperatur nicht nur bereits bei zwei Grad Außentemperatur im Innenbereich des Hauses wohl, sondern können sich zudem auch über die geringen Heizkosten im Winter freuen. Im Sommer hingegen halten die Wände die Außenhitze davon ab, ins Haus einzudringen und garantieren einen sommerlichen Wärmeschutz. 

     

    Der Deutsche Massivholz- und Blockhausverband e. V. (DMBV) weist auf der Grundlage von wissenschaftlichen Untersuchungen und Studienergebnisse darauf hin, dass ein Holzhaus keiner erhöhten Brandgefahr ausgesetzt ist. Medizinische Studien zeigen zudem, dass das Leben in einem Wohnhaus eine beruhigende Wirkung auf die Bewohner hat und Stresssymptomen, wie beispielsweise Herzrasen oder Bluthochdruck, entgegenwirkt. Ebenso enthält Massivholz als Baustoff keine gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffe, was zum gesunden Wohnen beiträgt. Holzhäuser mit einem RAL-Gütezeichen stehen zudem für eine hohe Qualität und Bauweise.

     

    Quelle: DMBV

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  • 04 Aug 2020
    Ratgeber: Energieeffizient sanieren leicht gemacht:
    Ratgeber: Energieeffizient sanieren leicht gemacht:

    Für eine energetische Sanierung eines Wohnhauses gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Mit staatliche Finanzierungszuschüssen und Krediten können Eigentümer ihr Eigenheim modernisieren und dadurch maßgeblich zum Umweltschutz beitragen. Im Rahmen der Kampagne „Deutschland macht’s effizient“ hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im März 2020 den Ratgeber „Energieeffizient sanieren leicht gemacht“ herausgegeben. Hier erhalten Verbraucher alle wichtigen Informationen rund ums Thema energetische Sanierung sowie eine Zusammenstellung von Kontaktadressen und Quellen zu Experten, die durch den Sanierungsprozess begleiten.

     

    Zunächst geht es bei einer energetischen Sanierung darum, einen passenden Energieberater zu finden. Einen ersten Überblick über mögliche Sanierungsmaßnahmen und Förderprogramme gibt der Online-Sanierungskonfigurator des BMWi. Eine Erstberatung bei einer Verbraucherzentrale wird staatlich bezuschusst und kostet lediglich 30 Euro. Für einkommensschwache Haushalte gibt es eine kostenfreie Beratung. In der zusammengestellten Expertenliste finden Interessierte den passenden Energieberater. Dieser führt eine Bestandsanalyse in einer Vor-Ort-Beratung durch und erstellt ein maßgeschneidertes Sanierungskonzept. Der Kostenzuschuss des BMWi für die Beratungsleistung und Bestandsaufnahme beträgt bis zu 1.300 Euro für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie bis zu 1.700 Euro für Wohnhäuser ab drei Einheiten.

     

    Grundsätzlich gilt die Regel: Je energieeffizienter ein Wohngebäude saniert wird, desto attraktiver ist die Förderung. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergibt sowohl zinsverbilligte Kredite als auch Investitionszuschüsse mit bis zu 40 Prozent bzw. maximal 48.000 Euro pro Wohnung. Wird ein Wohnhaus zu einem KfW-Effizienzhaus umgestaltet, können Eigentümer einen Teil des Kredits einbehalten und von einem Tilgungszuschuss bis zu 40 Prozent profitieren. Der Ratgeber verweist zudem auf Förderprogramme zum energieschonenden Heizen mit Wärmepumpen, Gas-Hybridheizungen, Biomasseanlage oder Solarthermieanlage und informiert über die Austauschprämie bei Ölheizungen.

     

    Quelle: BMWi

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  • 03 Aug 2020
    WEG-Versammlung unter Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen:
    WEG-Versammlung unter Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen:

    Die durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie ausgerufenen Hygiene- und Sicherheitsbestimmungen müssen auch in Wohnungseigentümerversammlungen eingehalten werden. Die Vorschriften und Verhaltensregeln für WEG-Versammlungen unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland und sind in den jeweiligen geltenden Rechtsverordnungen der Landesregierungen festgehalten. Zudem stellt der Verein „Wohnen im Eigentum – Die Wohneigentümer e. V“ (WiE) auf seiner Internetseite sieben Tipps zusammen, welche Maßnahmen Verwalter und WEG-Mitglieder bei einer Eigentümerversammlung beachten sollten.

     

    Vor allem, wenn wichtige Entscheidungen in einer WEG getroffen werden müssen, ist es ratsam, alsbald eine Versammlung abzuhalten. WiE rät Verwaltern dazu, die Einladungsfrist auf drei Wochen zu verlängern. Dies ermöglicht WEG-Mitgliedern, die nicht an der Versammlung teilnehmen können, sich so gut mit der Tagesordnung auseinanderzusetzen, dass sie eine Vollmacht mit Weisung zum Abstimmungsverhalten erteilen können. Dazu ist es wichtig, dass der Verwalter ausreichend Informationen zu den Punkten auf der Tagesordnung bereitstellt. Nur auf dieser Grundlage können WEG-Mitglieder bereits vorab eine Entscheidung treffen, wie für sie abgestimmt werden soll.

     

    In den jeweiligen Corona-Schutzverordnungen der Länder ist ebenso verzeichnet, wann eine Maskenpflicht angeordnet werden kann oder welche Daten der Teilnehmer erfasst werden dürfen, um mögliche Ansteckungen mit dem COVID-19-Virus zurückverfolgen zu können (Gebot der „Rückverfolgbarkeit“ und Datenschutz). Maßnahmen, wie das Einhalten von Abstandsregeln oder regelmäßiges Lüften der Räumlichkeiten gehören ebenfalls zu den Schutzvorkehrungen in einer WEG-Versammlung. Der Leitfaden „Was Wohnungseigentümer in der Corona-Krise wissen müssen“, zusammengestellt von WiE, enthält zudem weitere Informationen für Wohnungseigentümer zu allen wichtigen Fragen und geltenden Verhaltensregeln in WEG-Versammlungen.

     

    Quelle: WiE

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  • 31 Jul 2020
    Tipp: Hochbeet im Garten oder auf dem Balkon:
    Tipp: Hochbeet im Garten oder auf dem Balkon:

    Ob im Garten, auf dem Balkon oder auf der Terrasse, ein Hochbeet bietet eine gute Alternative oder eine Ergänzung zur klassischen Gartenarbeit und dem Anpflanzen von Obst, Gemüse sowie Pflanzen und Blumen. Zusätzlich ist die Gartenarbeit an einem Hochbeet besonders rückenschonend, denn der Arbeitsbereich befindet sich auf einer Höhe von 80 bis 100 Zentimetern. Die Länge des Hochbeets sollte mindestens zwei Meter betragen, damit die Erde bequem herausgenommen werden kann, wenn das Beet nach einigen Jahren gänzlich neu befüllt werden muss.

     

    Ein Hochbeet kann entweder selbst gezimmert oder als Baukasten im Baumarkt erworben werden. Ein Hochbeet besteht in der Regel aus Holz, Kunststoff oder Gabionen. Wichtig ist, die Seitenwände des Kastens vor der Befüllung mit Teich- oder Noppenfolie auszulegen. Denn dadurch kann keine Feuchtigkeit in das Gestell eindringen. Auf der Grundfläche des Hochbeetes sollte ein engmaschiger Draht ausgebreitet und mit den Eckpfosten sowie Seitenwänden verbunden werden, um Wühlmäuse fernzuhalten.

     

    Wer keinen Garten hat und das Hochbeet auf dem Balkon aufstellen möchte, hat dazu unterschiedliche Möglichkeiten. Ob Pflanzentaschen, die an der Wand montiert werden, ein platzsparender Pflanztrog oder bepflanzbare Substratsäcke, je nach Balkonfläche und Schnitt gibt es im Handel unterschiedliche Modelle für jeden Balkon. Ein Hochbeet bietet zudem zahlreiche Vorteile. So ist beispielweise das Düngen des Bodens nicht notwendig und der Anbau bereits im Frühjahr möglich, da sich der Nährboden schnell erwärmt. Weitere Informationen, eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Selberbauen sowie hilfreiche Tipps zum Befüllen eines Hochbeetes finden Interessenten auf der Internetseite des Magazins Living at Home.

     

    Quelle: Living at Home

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  • 30 Jul 2020
    Trend: Nachfrage nach Coworking-Spaces hat sich vervierfacht:
    Trend: Nachfrage nach Coworking-Spaces hat sich vervierfacht:

    Eine im Mai 2020 stattfindende Markterhebung, durchgeführt vom Bundesverband Coworking Spaces Deutschland (BVCS) zeigt, dass sich die Nachfrage nach Coworking-Spaces in Deutschland in einem Zeitrahmen von zwei Jahren vervierfacht hat. Während es im August 2018 etwas mehr als 300 Coworking-Spaces deutschlandweit gab, verzeichnet der Verband bei seiner Erhebung im Mai 2020 bereits 1.268 Coworking-Spaces.

     

    In Zeiten der Umstrukturierungen in der Arbeitswelt, nicht nur durch die Auswirkungen der Corona-Krise, setzt sich der Trend zur sogenannten „Remote Work“ (Telearbeit) weiterhin durch. Aus der Marktanalyse des BVCS geht zudem hervor, dass zahlreiche Unternehmen umdenken und ihre Arbeitsstrukturen ändern. Coworking-Spaces bieten nicht nur eine angenehme Alternative zum Homeoffice sowie zu klassischen Büroimmobilien, sondern aus Sicht von Unternehmen auch wirtschaftliche Vorzüge. Aus der Marktumfrage geht hervor, dass die Kosten für Arbeitsplätze in einem Coworking-Space halb so hoch sind, wie die Kosten in einem eigenen Büro.

     

    Auch im Vergleich zum Homeoffice hat das Arbeiten in Coworking-Spaces aus Sicht von Arbeitgebern viele Vorteile. Rechtliche Fragen und Bestimmungen, beispielsweise im Bereich des Datenschutzes oder in Hinsicht auf die Arbeitsstättenverordnung, lassen sich einfacher umsetzen. Auch in Zukunft erwarten die Experten des BVCS eine steigende Nachfrage und Etablierung der gemeinschaftlich genutzten Büroflächen. Nicht nur in Großstädten und Ballungsgebieten, sondern auch im ländlichen Raum ist ein Anstieg zu erwarten. Berufspendler sparen durch nahe gelegene Coworking-Spaces Zeit und können Familie und Beruf besser miteinander vereinbaren. Ebenso tragen Coworking-Spaces dazu bei, Landflucht zu minimieren und sie haben positive Auswirkungen auf die Bevölkerungszahlen im ländlichen Raum.

     

    Quelle: BVCS

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  • 29 Jul 2020
    Grundstückserschließung: Diese Hausanschlüsse müssen gelegt werden:
    Grundstückserschließung: Diese Hausanschlüsse müssen gelegt werden:

    Wer in den Besitz eines Grundstücks kommt und darauf schon bald sein Traumhaus bauen möchte, muss das Grundstück zunächst mit zahlreichen Hausanschlüssen ausstatten. Leitungen für Strom, Wasser und Abwasser sowie für Gas sowie eine Telefonleitung müssen zeitnah beantragt und gelegt werden. Wichtig ist, diesen Posten in die Kalkulation mitaufzunehmen, denn die Anschlüsse können zusammen mit den Strom- und Wasserkosten während der Bauphase schnell mehrere tausend Euro betragen.

     

    Ebenso sollten Bauherren darauf achten, dass die Beantragung der Leitungen auch Zeit in Anspruch nimmt. Wer einen Stromanschluss verlegen möchte, muss zunächst Kontakt zu einem Netzbetreiber aufnehmen und ihn über den Netzzutritt informieren sowie einen Antrag zur Netzverlegung stellen. Der Netzbetreiber gibt Auskunft über die erforderlichen Maßnahmen am Standort und ermächtigt einen Elektriker mit der Verlegung der Anschlüsse. Mit einem passenden Stromanbieter und der Schließung eines Netznutzungsvertrags wird das Grundstück zeitnah mit Strom versorgt.

     

    Bei der Verlegung des Wasseranschlusses ist darauf zu achten, dass sowohl ein Zugang für Trinkwasser als auch für Löschwasser gelegt wird. Der lokale Wasserversorger informiert über die geltenden Bestimmungen im jeweiligen Bundesland sowie darüber, wo sich der nächste Wasseranschluss befindet. Befindet sich kein Zugang in der Nähe, muss dieser bei der Gemeinde beantragt werden. Bei einem Erstanschluss muss zusätzlich ein gesonderter Antrag gestellt werden. Dasselbe gilt für den Anschluss eines Abwasserkanals. Auch wenn Neubauten heutzutage in den meisten Fällen mit erneuerbaren Energie beheizt werden, gibt es Bauherren und Eigentümer, die sich für die Versorgung ihrer Immobilie mit Gas entscheiden. Die Beantragung eines Gasanschlusses erfolgt über das lokale Versorgungsunternehmen.

     

    Quelle: Bauratgeber Deutschland

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  • 28 Jul 2020
    Statistik: Heizen mit erneuerbaren Energien wird immer beliebter:
    Statistik: Heizen mit erneuerbaren Energien wird immer beliebter:

    Laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden im Jahre 2019 insgesamt 67,2 Prozent aller Neubauimmobilien in Deutschland ganz oder teilweise mit erneuerbaren Energien beheizt. In Zahlen sind dies 108.100 Immobilien, die ihre Energie auf umweltschonende Weise bezogen haben. Vor allem der Einsatz von Wärmepumpen und die Energiegewinnung durch Geo- und Umweltthermie ist in deutschen Haushalten besonders beliebt. Mit einem Prozentsatz von 47,7 setzt sich die Wärmepumpe als Heizquelle durch.

     

    Ebenso sind Solarthermie (15,2 Prozent) sowie Holz (13,8 Prozent) beliebte sekundäre Energiequellen. Vor allem Holz hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Baustoff in der Energiegewinnung entwickelt und bildet ergänzend zu der Solarthermie sowie Umweltthermie eine wichtige Heizquelle. Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Anzahl der Nutzer von erneuerbaren Energien fortwährend gestiegen (2018 waren es 66,6 Prozent und 2017 64,6 Prozent), während die Anzahl der Nutzer von Gasheizungen kontinuierlich fällt.

     

    Demnach haben im Jahr 2017 insgesamt 47,7 Prozent der Eigentümer und Bewohner von Neubauimmobilien mit Gas geheizt. Im letzten Jahr waren es nur noch 41,9 Prozent. Weitere Wärmeerzeuger im Bereich der konventionellen Energien sind Öl und Strom. Zusammen betragen die sogenannten konventionellen Energiequellen laut Destatis einen Prozentsatz von 15,5 Prozent.

     

    Quelle: Destatis

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  • 27 Jul 2020
    Urteil: Mieter und Vermieter sollen sich Kosten für Maler- und Tapezierarbeiten teilen:
    Urteil: Mieter und Vermieter sollen sich Kosten für Maler- und Tapezierarbeiten teilen:

    Der Bundesgerichtshof (BGH) entschied in zwei Fällen (AZ VIII ZR 163/18 und VIII ZR 270/18) über Rechtsstreitigkeiten zwischen Vermieter und Mieter. In beiden Fällen ging es um die Frage, wer für die Kosten für Schönheitsreparaturen aufkommen muss. Beide Mietwohnungen wurden in einem unrenovierten Zustand an die Mieter übergeben. Seit den Jahren 2002 sowie 1992 wurden keine Schönheitsreparaturen durchgeführt. Die Mieter beider Wohnungen verlangen nun von ihren Vermietern, die ihrer Meinung nach längst ausstehenden Maler- bzw. Tapezierarbeiten durchzuführen und die entstandenen Kosten zu übernehmen.

     

    Der BGH entschied in beiden Fällen, dass sich Vermieter und Mieter die Kosten für die Schönheitsreparaturen teilen müssen. Der Hintergrund für die Streitigkeiten beruht darauf, dass in einigen Mietverträgen Arbeiten für Schönheitsreparaturen von den Vermietern auf die Mieter übertragen werden. So auch in den vorliegenden Fällen. Die Abwägung der Schönheitsreparaturen ist jedoch nicht rechtswirksam; das entschied der BGH bereits im Jahre 2015. Denn Mieter würden demnach die Wohnung in einen besseren Zustand versetzen, als sie diese bei der Übernahme erhalten haben. Dies liegt rechtlich nicht in ihrem Zuständigkeitsbereich. Ein Vermieter unterliegt bei Unwirksamkeit der Renovierungspflicht bzw. der Instandhaltungspflicht.

     

    In den vorliegenden Fällen weigern sich allerdings auch die Vermieter, für die Kosten aufzukommen, denn ihrer Meinung nach würden die Mieter im Umkehrschluss eine Wohnung erhalten, die in einem weitaus besseren Zustand wäre, als sie bei Mietbeginn übernommen wurde. Auch darauf haben die Mieter, laut dem Urteil des BGH, keinen Anspruch. Unter der Voraussetzung, dass sich der Zustand der Wohnung deutlich verschlechtert hat, wovon aufgrund der langen Mietdauer auszugehen ist, haben Mieter zwar grundsätzlich Anspruch auf die Übernahme von Renovierungsarbeiten. Allerdings nur in den Zustand, wie bei Übernahme der Wohnung. Da eine Fachfirma die Wohnung durch Renovierungsarbeiten deutlich aufwerten würde, müssen sich auch die Mieter an den Kosten beteiligen – in der Regel zu 50 Prozent.

     

    Quelle: BGH

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  • 24 Jul 2020
    Tipp: So richten Sie Ihre Küche richtig ein:
    Tipp: So richten Sie Ihre Küche richtig ein:

    Offene Raumkonzepte, die den Wohn- und Essbereich miteinander verbinden, stellen die Küche ins Zentrum des Geschehens. Eine offene Küche ist auch ein beliebter Treffpunkt, wenn sich Besuch anmeldet. Doch worauf ist zu achten, wenn auch nach einer Kochschlacht Ordnung im Wohn- und Kochbereich herrschen soll und welche Anordnung sowie Funktionen sollte eine Küche haben, um Arbeitsprozesse zu erleichtern?

     

    Moderne Küchen gibt es in unterschiedlichen Formen und Größen. Ganz gleich ob innerhalb eines großen, offenen Raumes oder in einer eher kleinen, schlauchförmigen und abgeschlossenen Küche, mit der richtigen Planung findet sich Platz für alle wichtigen Küchengeräte und auch für einen Esstisch. Je nach Raumgröße und Form können Bewohner zwischen einer einzeiligen oder zweizeiligen Küche oder sogar zwischen einer L- oder U-Form sowie einer offenen Küche wählen. Vor allem eine U-Form ermöglicht flüssige Arbeitsprozesse und nutzt den vorhandenen Raum optimal aus. Wenn möglich, sollte deshalb auch ein Arbeitsdreieck, bestehend aus Spüle, Herd und Kühlschrank eingebaut werden. Der Abstand zwischen den Arbeitsbereichen sollte nicht größer als zwei Armlängen betragen.

     

    Um gesundheitsschonend zu arbeiten und Rückenschmerzen vorzubeugen, sollte die Küche auf die eigene Körpergröße angepasst werden. Die Faustregel für die optimale Höhe der Arbeitsfläche lässt sich gut berechnen, indem man von der Ellbogenhöhe bei angewinkelten Armen 15 Zentimeter abzieht. Geräte, die häufig eingesetzt werden, sollten ihren Platz auf Arbeitshöhe finden. Der optimale Platz für die Mikrowelle oder den Ofen ist auf Augenhöhe. Bei der Lichtgestaltung ist darauf zu achten, dass der Arbeitsbereich mit hellem Arbeitslicht ausgestattet ist. Dazu bietet es sich beispielweise an, die Rückwand des Arbeitsbereiches mit LED-Leisten auszustatten. Für den Essbereich bzw. über dem Esstisch eignet sich angenehmes, indirektes Licht, wenn eine wohnliche Atmosphäre geschaffen werden soll.

     

    Quelle: Schöner Wohnen

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  • 23 Jul 2020
    Studie zu den Auswirkungen von staatlichen Regulierungen des Wohnungsmarkts:
    Studie zu den Auswirkungen von staatlichen Regulierungen des Wohnungsmarkts:

    Die Studie „Abschätzung möglicher Auswirkungen neuer Mietregulierungen auf den Mietwohnungsmarkt in Deutschland“ des Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Econ) beschäftigt sich mit geplanten Mietregulierungen und ihren Auswirkungen auf den hiesigen Wohnungsmarkt. Für die Studie hat das DIW Parteipositionen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke sowie der Berliner Landesregierung hinsichtlich ihrer wohnungspolitischer Vorhaben zusammengestellt und beispielsweise in Bezug auf die Mieterquote ausgewertet. Die Studie wurde vom Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland in Auftrag gegeben.

     

    Die Ergebnisse der Studie zeigen vor allem, dass bei einer stärkeren staatlichen Regulierung des Wohnungsmarktes ein Rückgang an verfügbaren Mietwohnungen zu erwarten ist. Vermieter von Eigentumswohnungen hätten durch die auferlegten Mietpreisbremsen weniger Einfluss auf ihre Wohnungsmieten, was geringere Einnahmen zur Folge hätte. Laut Studie würde sich der Vermietungsmarkt für Eigentümer demnach weniger attraktiv und rentabel gestalten. Es wäre zu erwarten, dass ein Teil der Eigentümer ihre Mietwohnungen als Eigentumswohnungen verkauft oder sie anderweitig nutzen würde.

     

    Auf der anderen Seite würden Mieter über einen möglichst langen Zeitraum in ihren Bestandswohnungen wohnen blieben. Wahrscheinlich auch dann, wenn sich die Familiensituation ändert. Dies hätte ebenfalls zur Folge, dass das Angebot auf dem Mietwohnungsmarkt auch seitens der Mieter sinken würde. Einkommensstarke Familien würden den Kauf einer Wohnung in Betracht ziehen. Einkommensschwächere Familien, die beispielsweise ihren Wohnort wechseln müssen, hätten Schwierigkeiten, eine neue Wohnung zu finden und müssten auf das Umland ausweichen. Auch im internationalen Vergleich würde, laut Studie, der Deutsche Wohnungsmarkt die stärkste Regulierungsintensität aufweisen, sollten die geplanten Vorhaben der Parteien umgesetzt werden.

     

    Quelle: Haus & Grund/DIW

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  • 22 Jul 2020
    Ratgeber: Richtig dämmen:
    Ratgeber: Richtig dämmen:

    Auch wenn das Thema Dämmung in den Sommermonaten für Eigenheimbesitzer keine zentrale Rolle spielt, macht es dennoch Sinn, sich auch jetzt über die energetische Sanierung von Bestandsimmobilien und die unterschiedlichen Dämmmethoden und -stoffe Gedanken zu machen. Private Bauherren von Neubauimmobilien sollten ebenfalls gut darüber informiert sein, welche Verfahren für die Dämmung ihres Eigenheims die besten Alternative bietet. Einen Überblick über die unterschiedlichen Dämmverfahren und die vielzähligen Materialien bietet der im Juni 2020 erschienene Ratgeber „Richtig dämmen“ von der Stiftung Warentest.

     

    Während Baufirmen und Architekten meistens nur Standarddämmstoffe anbieten, stellt der Ratgeber der Stiftung Warentest insgesamt 22 unterschiedliche Dämmstoffe vor. Diese werden anhand diverser Aspekte, wie beispielsweise Nachhaltigkeit oder Wirtschaftlichkeit, untersucht. So können sich Bauherren und Eigenheimbesitzer einen Überblick darüber verschaffen, ob eine Dämmung aus Styropor, Stein- oder Holzwolle, Hanf oder einem anderem Material passend für das eigene Zuhause ist. Mit einer Gegenüberstellung der Kosten und Nutzen lässt sich schnell der richtige Dämmstoff finden.

     

    Ebenso verdeutlichen zahlreiche Schemazeichnungen unterschiedliche Dämmmöglichkeiten im ganzen Haus, ganz gleich ob es sich dabei um eine Dämmung am Dach oder im Keller handelt. Der Ratgeber gibt zudem Hilfestellung bei der Frage, wieviel Wärmedämmung sich wirklich lohnt und welche Kosten bei einer Dämmung des kompletten Hauses entstehen können. Wer auf der Suche nach einem geeigneten Handwerker ist, wird ebenfalls fündig. Zahlreiche Do-it-yourself-Anleitungen für Hobby-Handwerker veranschaulichen Arbeitsschritte zum Selbermachen. Das Buch „Richtig dämmen“ kostet 29,90 Euro und kann online über die Internetseite der Stiftung Warentest oder im Handel erworben werden.

     

    Quelle: Stiftung Warentest

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  • 21 Jul 2020
    Projekt: „Natur in den Garten“:
    Projekt: „Natur in den Garten“:

    Der Verein Wohneigentum Niedersachsen hat im letzten Jahr das Projekt „Natur in den Garten“ ins Leben gerufen. Diese Initiative verfolgt das Ziel, möglichst viele Gärten von privaten Eigentümern als Biotope zur Unterstützung und Entwicklung der Artenvielfalt in Deutschland zu nutzen. Ebenso sollen die Gärten der an der Initiative teilnehmenden Eigentümer langfristig so miteinander vernetzt werden, dass Tiere die Möglichkeit haben, sich von Biotop zu Biotop zu bewegen.

     

    Insgesamt 50 Gärten wurden bei dem Programm „Natur in den Garten“ aufgenommen. Diese wurden zunächst nach unterschiedlichen Gesichtspunkten, wie beispielsweise der Lage und Größe des Gartens, den klimatischen Bedingungen, der vorhandenen Bepflanzung oder der Beschaffenheit der Böden untersucht, eingeteilt und in einer Landkarte festgehalten. Je nach Charakteristika der Gärten haben die Initiatoren der Kampagne unterschiedliche Maßnahmen entwickelt, die die Garteneigentümer umsetzen sollen. Vorab haben sich die Gartenbesitzer dazu verpflichtet, mindestens drei der fünf vorgegebene Maßnahmen zu verwirklichen.

     

    Zu den Maßnahmen gehören beispielsweise das Anbringen von Vogelnisthilfen sowie Insektennisthilfen für Wildbienen. Auch das Bepflanzen von Vogelnährgehölzen, welche Insekten als Nahrungsquelle während ihrer Blüte nutzen können oder die Schaffung von Blumenwiesen auf bisherigen Rasenflächen gehören zu den entwickelten Vorkehrungen. Das Projekt „Natur in den Garten“ soll langfristig auf ganz Deutschland ausgeweitet werden. Die teilnehmenden Gärten erhalten eine Plakette, mit der Eigentümer von Nachbargärten zur Teilnahme animiert werden sollen. Mit der Vernetzung und der Schaffung von Siedlungsbiotopen tragen Gartenbesitzer nachhaltig zum Umweltschutz bei, indem sie in ihren Gärten zum Beispiel Wildhecken pflanzen, Feuchtbiotope schaffen oder vorhandene Bäche renaturieren.

     

    Quelle: Verband Wohneigentum e. V.

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  • 20 Jul 2020
    Urteil: Neuer Bodenbelag muss ausreichend Schallschutz gewährleisten:
    Urteil: Neuer Bodenbelag muss ausreichend Schallschutz gewährleisten:

    Wer in seiner Eigentumswohnung den Bodenbelag verändert oder austauscht, muss gewährleisten, dass der neue Boden den geltenden Schallschutzrichtlinien entspricht. Bei Veränderungen und Baumaßnahmen am Sondereigentum gehört es laut § 14 Nr. 1 WEG ebenfalls zu den Pflichten eines Wohnungseigentümers sicherzustellen, dass den anderen Eigentümern durch die durchgeführten Maßnahmen oder Reparaturen keine Nachteile entstehen.

     

    In dem vorliegenden Fall beklagte ein Wohnungseigentümer den Eigentümer der über ihn liegenden Wohnung, da er sich durch den hohen Geräuschpegel des Trittschalls gestört fühlt. Der Angeklagte hat in seiner Wohnung den verlegten Teppichboden gegen einen Fliesenboden ausgetauscht. Es stellt sich die Frage, ob der neue Bodenbelag den schallschutztechnischen Mindestanforderungen nach DIN 4109 entspricht. Bei der Immobilie handelt es sich um ein im Jahre 1962 erbautes Haus. Der Dachboden der obersten Wohnung wurde 1995 zu Wohnraum ausgebaut.

     

    Ein Gutachten bestätigt, dass der Trittschallpegel der Wohnungstrenndecke durch die verlegten Fliesen die in der DIN vorgegebenen 53 dB um 14 dB überschreitet. Der Eigentümer ist dazu angehalten, mit entsprechenden Maßnahmen den Trittschall zu minimieren. Laut dem Urteil des BGH (V ZR 173/19) stellt dies eine zumutbare Tätigkeit für den Eigentümer dar. Denn bereits mit einfachen Mitteln, wie beispielsweise mit dem Anbringen eines zusätzlichen Bodenbelags auf die Fliesen oder durch den Rücktausch der Fliesen gegen einen Teppichboden, kann der vorgeschriebene Schallschutz gewährleistet werden.

     

    Quelle: BGH

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  • 17 Jul 2020
    Tipp: So wird der Heimkino-Abend zum vollen Erfolg:
    Tipp: So wird der Heimkino-Abend zum vollen Erfolg:

    Nicht nur in Zeiten von Corona, sondern auch bei schlechtem Wetter sowie an kalten Abenden im Winter, machen es sich Menschen gerne zuhause gemütlich. Ein eigenes Heimkino bringt das Kinoerlebnis nach Hause und sorgt für gemütliche Stunden mit der Familie oder dem Freundeskreis. Das Magazin „Schöner Wohnen“ stellt auf seiner Internetseite 15 Tipps zusammen, wie der Kinoabend zuhause zu einem vollen Erfolg wird.

     

    Die Größe der Leinwand und der Abstand vom Sofa zum Fernseher spielen bei einem Heimkino eine zentrale Rolle. Für ein gutes Kinoerlebnis sollte der Fernsehbildschirm mindestens eine Diagonale von 102 cm haben. Der ideale Abstand zum Sofa, bei einem Fernseher mit Standardauflösung (SD), berechnet sich, indem man die Bildschirmdiagonale mal 3,5 und bei HD die Diagonale mal 2,5 nimmt. Ein noch authentischeres Kinoerlebnis kann durch den Einsatz eines Beamers auf eine Leinwand oder direkt auf die Wand erreicht werden. Mit einem Dolby-Surround-System oder einer kostengünstigeren Soundbar erzeugt man den perfekten Sound für das Heimkino.

     

    Auch das Licht und die Lichtgestaltung spielen eine wichtige Rolle. Sowohl gedämpftes Licht hinter dem Fernseher als auch indirektes Licht von kleinen Tischlampen oder Stehleuchten sorgen für eine angenehme Atmosphäre. Auch Kerzen oder Lichterketten bieten sich für das Heimkino gut an. Beim Streamen sollte zudem auf eine technisch einwandfreie Übertragung geachtet werden. Mit einem Powerline-Adapter läuft die Übertragung über die Stromleitung, sodass der Film ohne Störungen ausgespielt werden kann. Nicht zu vergessen: Eine bequeme Sitzgelegenheit auf einer gemütlichen Couch, im Wohlfühlsessel oder einem Loveseat sind für das Kinoerlebnis obligatorisch. Frisches Popcorn und schmackhafte Getränke runden den Kinoabend ab und machen ihn zu einem unvergesslichen Erlebnis.

     

    Quelle: Schöner Wohnen

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  • 16 Jul 2020
    Investitionspotential: Healing Architecture und Healthcare Design:
    Investitionspotential: Healing Architecture und Healthcare Design:

    Der Trend der „Healing Architecture“ und des „Healthcare Design“ in der Baubranche ist auf dem Vormarsch, so das Zukunftsinstitut aus Berlin, welches sich seit 1998 mit der Zukunfts- und Trendforschung in Deutschland beschäftigt. Denn das Thema Gesundheit und die Entwicklung zu einem gesundheitsbewussten Leben spielt in Deutschland eine zunehmend wichtige Rolle. Da es wissenschaftlich erwiesen ist, dass sich die Architektur und das Design von Gebäuden auf die psychische und physische Gesundheit von Menschen auswirken, werden die Ansprüche an Gesundheitseinrichtungen und Gesundheitsorten immer größer.

     

    Ähnlich der Weiterentwicklung von Hotels und ihrer Konzepterweiterung in Richtung Wellness und Gesundheit, stehen im Bereich der „Healing Architecture“ sowohl die Gesunderhaltung der Patienten im Vordergrund als auch ihr Wohlbefinden und eine beruhigende Wohlfühlatmosphäre. Diese Aspekte wirken sich positiv auf die Genesung aus. Deshalb sind beispielsweise Ruheoasen, Treffpunkte und Rückzugsorte ein wesentlicher Bestandteil der Architektur von Gesundheitsbauten. Sowohl beim Bau als auch beim Design von Gesundheitsbauten spielen Faktoren wie Lärm, Hygiene, Verpflegung sowie Licht und das generelle Stimmungsbild eine wesentliche Rolle.

     

    Doch nicht nur für Patienten wirkt sich die Architektur und das Design der Gesundheitsimmobilien, die unter den Aspekten der „Healing Architecture“ und des „Healthcare Design“ erbaut wurden, positiv auf ihr Wohlbefinden aus. Auch für Besucher und Besucherinnen und vor allem für das Personal sorgt eine durchdachte Konzipierung für weniger Stress, eine bessere und konzentriertere Arbeitsleistung sowie ein insgesamt gesunderes Arbeitsumfeld. Nicht zuletzt hat sich der Medizintourisums zu einem weltweit wachsenden Markt entwickelt. Dadurch steigt die Nachfrage nach und das Investitionspotential in moderne und gut ausgestattete Gesundheitsbauten. Außerdem werden Gesundheitseinrichtungen so zu einem wichtigen Faktor in der Baubranche. Weitere Informationen zum Thema können im Home-Report von Oona Horx-Strathern sowie auf der Internetseite des Zukunftsinstituts nachgelesen werden.

     

    Quelle: Zukunftsinstitut

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  • 15 Jul 2020
    Corona-Krise: Mehrwertsteuersenkung auf 16 Prozent bis Ende 2020:
    Corona-Krise: Mehrwertsteuersenkung auf 16 Prozent bis Ende 2020:

    Aufgrund der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise hat die Bundesregierung in dem Zweiten Corona-Steuerhilfegesetz § 28 Abs. 1 und Abs. 2 UStG eine Mehrwertsteuersenkung von 19 auf 16 Prozent festgelegt. Diese Senkung bezieht sich auf den Zeitraum vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2020. Ab dem 1. Januar 2021 gilt dann wieder der Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent. Dieser Gesetzesentwurf kommt auch privaten Bauherren zugute, denn die Rechnungen ihrer Handwerks- und Baufirmen dürfen unter bestimmten Voraussetzungen nur 16 Prozent Mehrwertsteuer auf ihre erbrachte Leistungen berechnen.

     

    Zu beachten ist dabei, dass die gesenkte Mehrwertsteuer nur angebracht werden kann, wenn in den jeweiligen Verträgen Formulierungen wie „zzgl. 19 % MwSt.“ oder „zzgl. der jeweils geltenden ges. USt.“ angegeben sind. Wurde beim Kauf lediglich ein Festpreis vereinbart und im Vertrag aufgeführt, müssen die Firmen die Umsatzsteuersenkung nicht weitergeben. Der Kauf einer Bestandsimmobilie von privat unterliegt nicht der Umsatzsteuer. Handelt es sich bei der Immobilie allerdings um einen sanierten Altbau, der von einem Bauträger gekauft wurde, erhält der Käufer eine ordentliche Rechnung mit einem Mehrwertsteuersatz von 16 Prozent.

     

    Der Verband privater Bauherren (VPB) rät allerdings davor ab, Käufe und Baumaßnahmen voreilig abzuschließen, um von der Steuersenkung zu profitieren. Denn Bestandsimmobilien sollten vor dem Kauf von einem Sachverständigen auf Mängel geprüft werden. Bei Neubauimmobilien gibt es mehrere Möglichkeiten, wie private Bauherren von der Steuersenkung profitieren und Kosten sparen können. So kann es eine Möglichkeit sein, Verträge mit den Baufirmen oder Handwerksfirmen nachzuverhandeln und gewisse Arbeiten in das zweite Halbjahr 2020 vorzuziehen. Auch die Unterteilung von abgeschlossenen Leistungen in mehrere Teilabnahmen zu unterschiedlichen Fristen ist eine Alternative. Allerdings verweist der VPD auch auf die Nachteile von beispielsweise Teilabnahmen. Weitere Informationen zu der Mehrwertsteuersenkung sind auf der Internetseite des VPB zu finden.

     

    Quelle: VPB

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  • 14 Jul 2020
    Ein Smart Meter kontrolliert den Energieverbrauch und senkt Kosten:
    Ein Smart Meter kontrolliert den Energieverbrauch und senkt Kosten:

    Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online stellt auf ihrer Internetseite die Eigenschaften und Funktionsweise von Smart Metern vor. Unter einem Smart Meter ist in erster Linie ein digitaler Stromzähler zu verstehen. Aber auch die digitale Erfassung des Verbrauchs von Erdgas, Fernwärme und Wasser sowie die Nutzungsdauer wird auf einem Smart Meter angezeigt und berechnet. Die Daten werden auf einem Display im Haushalt, über eine App oder online angezeigt.

     

    Ein Smart Meter soll dabei unterstützen, den Stromverbrauch im Haushalt zu senken und Geräte ausfindig zu machen, die einen zu hohen Verbrauch aufweisen. Die Übertragung der Verbrauchsdaten findet über ein Kommunikationsmodul statt, das Smart-Meter-Gateway. Dieses überträgt die Daten über die Stromleitung, das Internet oder Funk. Ein Messstellenbetreiber kann diese in regelmäßigen Abständen auswerten und an den Verbraucher zusenden. So hat er einen regelmäßigen Überblick über den Verbrauch und kann somit Kosten sparen.

     

    Studien besagen, dass in einem 4-Personen-Haushalt durch den Einsatz eines Smart Meters etwa 60 bis 150 Euro jährlich gespart werden können. Auch für Betreiber einer Photovoltaikanlage bringt der digitale Stromzähler einige Vorteile. So zeigt das intelligente Messsystem beispielsweise an, wann ausreichend selbstproduzierter Strom vorhanden ist, um das Elektroauto zu tanken oder die smarte Waschmaschine zu starten. Weitere Informationen zu den Kosten, dem Einbau oder zur Sicherheit eines Smart Meters können auf der Internetseite von co2online nachgelesen werden. Ebenso wird dort beispielsweise erklärt, was unter den Begriffen Smart-Meter-Rollout oder Smart Grid zu verstehen ist.

     

    Quelle: co2online

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  • 13 Jul 2020
    Zwei-Wege-Kommunikationssystem in Personenaufzügen obligatorisch:
    Zwei-Wege-Kommunikationssystem in Personenaufzügen obligatorisch:

    Der Verein und Zusammenschluss von Wohnungseigentümern „Wohnen im Eigentum. Die Wohneigentümer e. V.“ (WiE) verweist darauf, dass bis zum 31. Dezember 2020 alle vorhandenen Personenaufzüge in Wohnanlagen mit einem Fernnotruf-System, einem sogenannten Zwei-Wege-Kommunikationssystem, ausgerüstet werden müssen. Auf Grundlage der novellierten Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) gilt diese Vorschrift ab dem 1. Januar 2021; sowohl für neue Personenaufzüge als auch für Aufzüge in Bestandsimmobilien.

     

    Überwachungsbedürftig sind Aufzüge, die entweder Personen befördern oder Plattformlifte sowie Befahranlagen mit einer Förderhöhe von über drei Metern, wenn in ihnen Personen eingeschlossen werden. Die Anforderungen für das Fernnotruf-System sind in den Technischen Regeln für Betriebssicherheit (TRBS) 3121 in Ziffer 3.4.3 „Betrieb von Aufzugsanlagen“ verzeichnet. Da in diesem Absatz „Arbeitgeber“ als Zuständige für die Aus- oder Nachrüstung von Personenaufzügen mit dem Zwei-Wege-Kommunikationssystem aufgeführt sind, vermerkt WiE ausdrücklich, dass dieser Begriff nicht zu eng gefasst werden darf. Auch Wohnungseigentümer und Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) fallen in den Zuständigkeitsbereich.

     

    Laut WiE und dem TÜV-Süd kann die Nachrüstung mit recht einfachen Mitteln erfolgen. Bereits eine Gegensprechanlage oder ein fest angebrachtes Telefon reiche aus, um im Ernstfall eine 24-Stunden-Sprechverbindung zu einer Notrufzentrale oder einem Notdienst zu garantieren. Der Notdienst muss innerhalb von 30 Minuten die Befreiung aus dem Aufzug einleiten. Zudem kann der TÜV bei bereits intakten Aufzügen prüfen, ob der vorhandene Aufzugsnotruf bereits den neuen Anforderungen an das Zwei-Wege-Kommunikationssystem entspricht. WiE empfiehlt zudem, die Verträge für die Wartung sowie den Fern-Notruf mit einem Anbieter abzuschließen, damit es im Nachhinein nicht zu Unstimmigkeiten in den Verantwortlichkeiten kommt, sollte es beispielsweise zu Schäden am Aufzug kommen.

     

    Quelle: WiE

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  • 10 Jul 2020
    Tipp: Die richtige Rasenpflege im ganzen Jahr:
    Tipp: Die richtige Rasenpflege im ganzen Jahr:

    Wer im Besitz eines Eigenheims ist, legt viel Wert auf einen gepflegten Garten. Der Rasen ist die größte Pflanzenfläche im Außenbereich und bedarf einer ganzjährigen Pflege, um ordentlich wachsen zu können. So muss der Rasen bereits im Frühjahr für die langen Sommertage vorbereitet werden. Zunächst geht es darum, die Rasenfläche gut zu harken und so von Laub und Zweigen sowie von Moos und ausgetrockneten Grashalmen zu befreien. Ebenso sollte der Boden aufgearbeitet und gelockert werden, bevor er gemäht wird. Mit einem Langzeitdünger erhält der Rasen alle wichtigen Nährstoffe.

     

    Im Sommer gehören eine ausreichende Bewässerung und das Mähen des Rasens zu den Hauptaufgaben im Bereich der Gartenpflege. Durchschnittlich werden für einen Quadratmeter Fläche etwa 15 Liter Wasser benötigt, damit der Rasen nicht austrocknet. Die Bewässerung sollte regelmäßig, etwa alle vier bis sieben Tage, stattfinden. Für das Mähen des Rasens gibt die Ein-Drittel-Regel einen guten Richtwert. Ist beispielsweise eine Rasenhöhe von vier Zentimetern gewünscht, sollte bei sechs Zentimetern gemäht werden. Wenn der Rasen nach dem Sommerurlaub hochgewachsen ist, sollte darauf geachtet werden, dass er nicht am Stück runtergemäht wird, sondern Schritt für Schritt, bis er die gewünschte Höhe erreicht hat. Ebenso sollte der Rasen im Juni oder Juli zum zweiten Mal gedüngt werden.

     

    Um den Rasen auf den Winter vorzubereiten, sollte dieser im Herbst von Unkraut und entstandenem Moos befreit und das gelöste Pflanzenmaterial gründlich entfernt werden. So gehen Sie sicher, dass sich Moos im Winter nicht verbreitet. Stellen mit wenig Rasenfläche sollten mit frischen Samen gesät werden. Beim Düngen empfiehlt sich ein spezieller Herbstdünger, der weniger Stickstoff enthält und die Pflanzen dabei unterstützt, Kohlenhydrate und Mineralien anzusammeln, um Winterkrankheiten, wie beispielsweise Schneeschimmel entgegenzuwirken. Weitere Tipps zur Rasenpflege im Herbst sowie eine Anleitung dazu, welche Maßnahmen der Rasen im Winter benötigt und einen Rasenpflege-Kalender zum Herunterladen finden Interessenten auf der Internetseite von „Mein schöner Garten“.

     

    Quelle: Mein schöner Garten

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  • 09 Jul 2020
    Trendanalyse: Einzelhandelsimmobilien und Shopping-Center bedürfen neuer Strategien:
    Trendanalyse: Einzelhandelsimmobilien und Shopping-Center bedürfen neuer Strategien:

    Laut Forschungen und Trendanalysen des Immobiliendienstleisters sowie des Beratungs- und Investmentmanagements-Unternehmens JLL bedarf die Assetklasse der Einzelhandelsimmobilien und Einkaufszentren einer kompletten Neuorientierung und -ausrichtung. Denn durch die Folgen der Corona-Krise wird das Bestehen und die Stabilisierung von Retail-Immobilien davon abhängig gemacht, ob sie es schaffen, mit einer effektiven Rundumstrategie und einem Alleinstellungsmerkmal Ladenschließungen und Insolvenzen zu verhindern. Große Veränderungen auf dem Vermietungsmarkt in diesen Assetklassen sind laut JLL zu erwarten.

     

    Dies gilt sowohl für die Handelsunternehmen als auch für Eigentümer von Shopping-Centern. Laut Prognosen der JLL-Experten geht es um die Schaffung einer unverwechselbaren Marke und einer Unique Selling Proposition (USP). Während Fachmarktzentren durch ihre Spezialisierung und ein hohes Investoreninteresse krisensicherer sind und deshalb auch künftig auf dem Markt bestehen können, müssen Betreiber des Einzelhandels, vor allem aus dem Bereich Fashion und Textil es schaffen, ein unverwechselbares Profil und eine Marke zu kreieren und sich durch ein Alleinstellungmerkmal ihre Existenz zu sichern.

     

    Bei bereits etablierten und wirtschaftlich erfolgreichen Marken, die vor allem in hoch frequentierten Einkaufsstraßen und High-Streets anzutreffen sind, sehen die Experten weniger Gefahr einer Insolvenz. Viel mehr könnte es sein, dass sich die Einkaufsimmobilien dahingehend verändern, dass die Flächen der Schaufenster an Dominanz gewinnen. Ähnlich eines Showrooms würden sich Kunden demnach durch die Warenpräsentation zum Kauf animieren lassen und diesen dann online betreiben. Dies hätte beispielsweise zur Folge, dass sich die Preise der Ladenmiete insoweit verändern, als dass die Preise für die Schaufensterflächen steigen und die klassischen Quadratmeterpreise für Einkaufsflächen fallen. Betreiber von Einkaufszentren bedürfen künftig ebenso eines USP, um am Markt bestehen zu können und nicht austauschbar zu sein. JLL nennt als Beispiel das Projekt „Loop 5“.

     

    Quelle: JLL

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  • 08 Jul 2020
    Wohntrend: Bungalows bieten Platz, Komfort und barrierefreies Wohnen:
    Wohntrend: Bungalows bieten Platz, Komfort und barrierefreies Wohnen:

    Das Wohnen auf einer Ebene liegt nicht nur bei älteren Menschen im Trend. Ein Haus im Stil eines Bungalows bietet viel Platz und Wohnkomfort mit zahlreichen Ausgestaltungsmöglichkeiten und ist gleichzeitig eine Vorsorge für das Leben im Rentenalter. Denn wer den Grundriss und die Baumaßnahmen eines Bungalows gut plant, kann bereits von vornherein zahlreiche Aspekte berücksichtigen, die für das altersgerechte und barrierefreie Wohnen eine wichtige Rolle spielen.

     

    Ein großer Vorteil eines Bungalows ist, dass die Raumanordnung sehr flexibel ist und Wohnbereiche nach Wunsch und Vorlieben voneinander getrennt werden oder in offene Bereiche verwandelt werden können. Ganz gleich, ob es sich um einen Winkelbungalow handelt, der eine Terrasse schnell zu einem offenen Wohn- oder Esszimmer macht oder um einen rechteckigen Bungalow, der durch eine überdachte freie Fläche den Innen- mit dem Außenbereich verbindet, Kauf- und Bauinteressierte schätzen bei einem Bungalow die Nähe zur Natur sowie die offenen Wohn- und Lebenskonzepte.

     

    Werden bei der Bauplanung Maßnahmen für barrierefreies und altersgerechtes Wohnen berücksichtigt, muss die Wohnimmobilie im Alter nicht mehr kostenaufwendig umgebaut werden. So kann beispielsweise der Eingangsbereich ohne Schwellen und Absätze errichtet werden, Böden können ebenerdig und mit einem rutschfesten Untergrund angelegt und Türen in den richtigen Größen und vorgeschriebenen Durchgangsgrößen ausgesucht werden. Vorteilhaft ist es ebenfalls, wenn sich die Badezimmertür nach außen öffnen lässt oder die Terrassentür automatisch gesteuert werden kann. Weitere Maßnahmen und Nachrüstungsmöglichkeiten eines Bungalows in Bezug auf Barrierefreiheit sind auf der Internetseite des Fachschriften-Verlags bautipps.de zu finden.

     

    Quelle: bautipps.de/bauen.com

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  • 07 Jul 2020
    Studie: Handlungsempfehlungen zur Förderung von Wärmeenergie:
    Studie: Handlungsempfehlungen zur Förderung von Wärmeenergie:

    Die im Juni 2020 im Auftrag des Bundesverbadens Wärmepumpe e. V. (BWP) herausgegebene Studie „Chancen und Risiken für die deutsche Heizungsindustrie im globalen Wettbewerb“ von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (pwc) hat zum Ziel, die Wärmewende im Bereich der Energiewende stärker zu fördern. Gerade in Zeiten der Corona-Krise, in denen die Regierung milliardenschwere Rettungspakete vergibt, um die Wirtschaft und Arbeitsplätze zu stabilisieren, möchte der BWP mit seiner Studie der Politik und den politischen Entscheidern verdeutlichen, wie wichtig Maßnahmen zur Förderung der Wärmewende sind, um die Energiewende und die Klimaziele zu erreichen.

     

    Denn während Maßnahmen für die Gewinnung von erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung bereits auf dem Vormarsch sind, muss im Bereich der Gewinnung von Heizwärme, die aus dem Erdreich oder dem Wasser gewonnen wird, noch ordentlich nachgerüstet werden. Deshalb beinhaltet die Studie neun wichtige Themengebiete mit Handlungsempfehlungen für die Politik, um der Wärmewende einen wichtigen Platz im Bereich der Klimapolitik sowie im staatlichen Fördersystem einzuräumen.

     

    Dazu gehören beispielsweise Maßnahmen für die Steuersenkung von Wärmepumpen-Strom, die Vereinheitlichung und Vereinfachung von unterschiedlichen Genehmigungsverfahren in den Bundesländern oder die Optimierung des Einsatzes der Wärmepumpen im Zusammenhang mit der Gebäudedämmung. Dies würde zudem dem Sanierungsstau in Deutschland entgegenwirken können. Der erste Teil der Studie beschreibt außerdem den Einsatz von Wärmeenergie und die Maßnahmen zur Förderung der Energiewende in Asien, Skandinavien und in der USA und stellt in einen internationalen Vergleich den Platz von Deutschland auf den globalen Wärmemarkt auf.

     

    Quelle: BWP/pwc

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  • 06 Jul 2020
    Urteil: Anbringen von Außenjalousien an einem Mehrfamilienhaus einer WEG erlaubt:
    Urteil: Anbringen von Außenjalousien an einem Mehrfamilienhaus einer WEG erlaubt:

    Die Eigentümer von mehreren Wohnungen eines Mehrfamilienhauses haben ohne die Zustimmung der anderen Wohnungseigentümer Außenjalousien an den Fenstern ihrer Wohnungen angebracht. Da die Jalousien eine bauliche Veränderung an dem Gemeinschaftseigentum nach § 22 Abs. 1 WEG darstellen und die anderen Mieter nach § 14 Nr. 1 WEG in einem bestimmten Maß beeinträchtigen, haben die Eigentümer einer anderen Wohnung gegen diese bauliche Veränderung geklagt. Sie fordern von den Beklagten, die angebrachten Außenjalousien an allen Fenstern wieder abzunehmen.

     

    Das Amtsgericht Senftenberg hat die Klage abgelehnt. Auch die Revisionsklage vor dem Landgericht Frankfurt (Oder) hatte keinen Erfolg. Maßgeblich für das gerichtliche Urteil war ein von den Wohnungseigentümern gefasster Beschluss in einer Eigentümerversammlung, der während des Rechtsstreits und des Berufungsverfahrens gefasst wurde. Am 28. September 2018 entschied die Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG), dass das Anbringen von Verschattungsanlagen bzw. Verschattungsjalousien an der zum Hof gelegenen und südwärts vorgelagerten Balkon- und Fassadenkonstruktion allen Wohnungseigentümern erlaubt sei. Die Voraussetzung dafür ist, dass die Jalousien zur baulichen Konstruktion des Wohnhauses passen und alle Verschattungsanlagen ein einheitliches und harmonisches Bild ergeben.

     

    Ebenso müssen die Kosten für die baulichen Maßnahmen sowie die eventuellen Folgekosten von den jeweiligen Eigentümern selbst getragen werden müssen. Sollte es zu einem Schadensfall kommen, der mit den angebrachten Jalousien in Zusammenhang steht und nicht durch die Gebäudeversicherung abgedeckt ist, haftet auch hier der Eigentümer. Ein Anspruch auf eine Verteilung der entstanden Kosten auf alle Mitglieder der WEG besteht nicht, da die Maßnahmen zum Anbringen der Jalousien nicht als Gemeinschaftsmaßnahme für das Objekt beschlossen wurden. Die Miteigentümer und die Kläger sind zur Duldung verpflichtet, solange die Inhalte der gefällten Beschlüsse von den Beklagten eingehalten und befolgt werden.

     

    Quelle: BGH

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  • 03 Jul 2020
    Test: Die richtige Hausratversicherung:
    Test: Die richtige Hausratversicherung:

    Eine Hausratversicherung bietet Versicherungsschutz für Gebrauchs- und Verbrauchsgegenstände und Mobiliar im Privathaushalt sowie eine Versicherung des Hausrates gegen Wasser- und Feuerschäden und Einbruch. Das Verbrauchermagazin Finanztest der Stiftung Warentest untersucht in der Juli-Ausgabe unterschiedliche Hausratversicherungen hinsichtlich ihrer Leistungen und Prämien. Dabei werden insgesamt 61 Anbieter sowie 157 Tarife unter die Lupe genommen.

     

    Die meisten Versicherungen bieten drei Modelle als Versicherungsschutz an: Einen günstigen Basistarif, einen gehobeneren Tarif, welcher zusätzliche Leistungen beinhaltet sowie eine preisintensivere Premiumpolice. Laut den Versicherungsexperten von Finanztest reicht ein Basistarif für die meisten Privathaushalte oftmals aus. Die Kosten für die teureren Tarife sind meistens dreimal so hoch wie der Basistarif. Die Untersuchungen von Finanztest zeigen beispielsweise, dass Versicherte in einem Modellhaushalt in Frankfurt im günstigsten Tarif einen Jahresbeitrag von 91 Euro zahlen, der teuerste Tarif hingegen 436 Euro kostet.

     

    Die Experten raten, den eigenen Vertrag prüfen zu lassen, denn die Preise richten sich nach dem Wohnort und sind somit starken Preisschwankungen ausgesetzt. Hintergrund ist, dass die Versicherer Städte in sogenannte Risikozonen einteilen. In Städten, wo es zum Beispiel eine hohe Einbruchsquote gibt, ist die Hausratversicherung teurer als in Städten mit wenig Einbrüchen. Während beispielsweise der günstigste Tarif in einem Modellhaushalt in München, wo es wenig Einbrüche gibt, 56 Euro kostet, kostet dieser in Frankfurt am Main 198 Euro. Damit Verbraucher den für sich passenden Versicherer und Tarif finden, stellt die Stiftung Warentest ein kostenpflichtiges Analysetool auf der Internetseite zur Verfügung. Die Auswertung kostet 7,50 Euro.

     

    Quelle: Stiftung Warentest

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  • 02 Jul 2020
    Studie: Die Welt nach Corona:
    Studie: Die Welt nach Corona:

    Die im Mai 2020 erschienene Studie „Die Welt nach Corona. Business, Märkte, Lebenswelten – was sich ändern wird“ ist ein Leitfaden von Experten und Expertinnen des Zukunftsinstituts aus Berlin, in dem sie sich mit möglichen Lebenswelten und Szenarien in der Post-Corona-Realität auseinandersetzen. In der Studie werden die Themenbereiche Gesundheit, Bildung, Freizeit, Mobilität, Konsum und Wohnen sowie Ernährung, Reisen, Politik und Arbeit beleuchtet und in unterschiedlichen Zukunftsthesen und Szenarien aufgearbeitet. Der Leitfaden soll Unternehmen als eine Orientierungshilfe dienen, wie sie ihre Strategien in Zukunft ausrichten könnten. Die Zukunftsexperten gehen davon aus, dass sich der Trend der Hyperlokalität im Bereich Wohnen durch die wochenlang anhaltende räumliche Trennung von Menschen während der Beschränkungen in der Corona-Krise weiterhin verstärken wird.

     

    So wird das Stadtviertel, in dem Menschen leben und wohnen, immer mehr in den Fokus rücken. Die Suche nach guten Beziehungen in der Nachbarschaft, Kommunikation und Wertschätzung von dem, was sich im unmittelbaren Umfeld befindet, wird zunehmend wachsen. Ein Ausdruck dessen wird sein, dass sich im Bereich Wohnen zunehmend Co-Living-Lebensformen durchsetzen und das Leben und Wirtschaften in einer Gemeinschaft in den Mittelpunkt rücken. Städte, wie beispielsweise Paris, Barcelona, London oder Portland in Oregon setzen den Trend der Hyperlokalität bereits in neue Wohn- und Lebensmodelle um. In Paris zum Beispiel sollen unter dem Motto der „15-Minuten-Stadt“ die Bereiche Wohnen, Arbeit, Freizeit und Bildung innerhalb von 15 Minuten zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreicht werden.

     

    Auch die Veränderungen im Arbeitsbereich, die in kurzer Zeit eine Vielzahl von Menschen aus den Büroräumen ins Homeoffice versetzt haben, haben langfristige Auswirkungen auf die Lebens- und Arbeitswelten in den Post-Corona-Lebenswelten. So wird sich die räumliche Trennung zwischen den Bereichen Arbeit und Freizeit verringern, Menschen werden neue Lebensformen und Anstöße brauchen, wie sie effizienter und konzentrierter von zu Hause aus arbeiten können und mit den neuen Anforderung an die Vermischung der Bereiche Wohnen, Arbeiten und Freizeit sowie der Fähigkeit zu mehr Flexibilität umgehen können.

     

    Quelle: Zukunftsinstitut

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